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saxophon.klarinette.flöte

THE ORGAN CHAMPS

Organ Champs 3 Georg Buxhofer 2

THE ORGAN CHAMPS

bestehen aus den vier renommierten österreichischen Jazzmusikern Erwin Schmidt, Martin Fuss, Wolfgang Pointner und Vladimir Kostadinovic, die gemeinsam ihre Liebe zum Sound der Hammond Orgel und zu groovenden Jazzstilen von Hardbop über Latin bis zum Funk zelebrieren.

Entstanden aus Sessions und Gigs in kleinen Clubs war sofort klar, dass die vier Musiker ein blindes Einvernehmen und die Freude am gemeinsamen Musizieren verbindet  -  der logische Schritt war die Aufnahme der vorliegenden CD.

Die Organ Champs sind ein Musikerkollektiv, alle tragen zum Bandbook bei und sie teilen die gemeinsame Auffassung von Interpretation, Improvisation und Groove.

Besetzung:

Erwin Schmidt

Nach klassischer Klavierausbildung und Diplomabschluss an der Jazzabteilung des Konservatoriums der Stadt Wien bei Prof. Fritz Pauer ist Erwin Schmidt als Pianist und Jazzorganist (Hammond) tätig.

Er spielte u.a. mit Kevin Mahogany, Ray Charles, Ed Thigpen, Ingrid Jensen, Heinz v. Hermann, Rudi Berger, Karl Ratzer, Valery Ponomarev, Clark Terry  und vielen anderen nationalen und internationalen Jazzgrößen. Seine Tourneen führten ihn nach Bangkok, Manila, Hanoi, Ho Chi Minh, Indien, Kuba, Mexico und in mehrere europäische Länder. 

Neben seinen zahlreichen Auftritten und CD Produktionen unterrichtet er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, der Kunst Universität Graz und an der Musikschule Klosterneuburg, sowie bei diversen Workshops.

www.erwin-schmidt.at

 

Martin Fuss

lebt und arbeitet als Musiker und Musikpädagoge in Wien. Nach Klarinetten- und Saxophonstudien am Konservatorium der Stadt Wien, sowie am Berklee College of Music Boston/USA  wurde er rasch einer der gefragtesten Jazz und Studiomusiker in Österreich. Sein überaus breites Spektrum reicht von Jazz zu Soul/Funk und Pop, sowohl als Solist als auch im Bläsersatz. Orchester und Bigband  sind seine weiteren wichtigen Betätigungsfelder. Neben seinem Hauptinstrument dem Saxophon gilt er als einer der profiliertesten Reedspieler ( Flöten, Klarinetten) des Landes.
Er ist seit 1991 Dozent für Saxophon an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
In seiner langjährigen Karriere spielte er u.a. mit Ray Charles, Joe Zawinul, Natalie Cole,  Toots Thielemans, Gil Evans, Bill Holman, Richard Österreicher, Chico Freeman, Saxofour, Hans Koller, Karl Ratzer, Marianne Mendt,  Allegre Correa, Harri Stojka, , Incognito, Ostinato……..

Im Pop und Soul & Funkbereich
Temptations, CountBasic, Gloria Gaynor, Pointer Sisters, W. Ambros, R. Fendrich,      S. Werger, DJ Ötzi, L. Hirsch, VSOP, H. Dujmic, MO, Peter Kraus, P. Alexander, Dancing Stars Band, H. Junke, C.Valente..........

www.martinfuss.net

Wolfgang Pointner

Der österreichische Jazzgitarrist wurde 1966 in Salzburg geboren. Nach der Ausbildung am Münchner Gitarreninstitut (Abschluss 1989), studierte er bei Attila Zoller in New York (1993-1994) und bei Karl Ratzer in Wien. Zudem absolvierter er Workshops mit Mike Stern, Frank Gambale oder Joe Diorio.

Als Musiker und Lehrer verfügt der Gitarrist über einen internationalen Horizont und vielfältige Erfahrungen: Konzerte und Tourneen mit Randy Brecker, Bob Mintzer, Bobby Shew, Nils Landgren, Attila Zoller, sowie wiederkehrende Engagements bei großen Theater- und Musicalproduktionen (u.a. unter Nikolaus Harnoncourt bei Porgy and Bess) belegen seine Vielseitigkeit zwischen Jazz und Rock. Mit seinem Wolfgang Pointner Trio nutzt er die Freiheiten einer kleinen Formation, um auf der Basis des Bebop seine eigenständige Sprache zu entfalten (CD: Wolfgang Pointner Trio: Trinity, 1998). Seine Leidenschaft für Jazz in Orchesterstärke lebte er als Stammgitarrist der Lungau Bigband von 2000 bis 2016 aus (CDs: Soulmiles, The Monks Progress, Soulmiles 2). Als Dozent unterrichtet der Gitarrist auf internationalen Workshops/Festivals wie in Meran (I) und Hersbruck (D), als Gastdozent an der „Academy for Contemporary Music“ in Guildford (GB) und seit 2009 am „Institut für Popularmusik“ an der „Universität für Musik und darstellende Kunst“ in Wien

www.wolfgangpointner.com

 

Vladimir Kostadinovic

Vladimir Kostadinovic, Gewinner des Jimmy Woode Awards (Tuscia in

Jazz), ist Schlagzeuger, Komponist und Arrangeur und hat seinen

Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nun schon seit mehreren Jahren in

Österreich. Er wird  als einer der besten Drummer Europas bewundert und ist weit über die Grenzen bekannt. Sein Wirkungsbereich umspannt jedoch den gesamten Globus, denn der Schlagzeuger spielte (u.a.) schon auf vielen Festivals in den USA, Asien und Europa.

Vladimir Kostadinovic wird von seinen Schlagzeugkollegen verschiedener Musikrichtungen hoch geschätzt.

Als Sideman und mit eigenen Projekten brilliert er in der zeitgenössischen Jazzszene. Im August 2009 wurde er eingeladen, mit einem Meister der Orgel, Tony Monaco, zu

performen. Vladimir gründete auch sein eigenes Quartett mit Jimmy

Greene, Danny Grissett und Matt Brewer, welches seine eigenen

Kompositionen spielt. 2009 nahm er in New York mit seiner Band

seine erste CD auf, „COURSE OF EVENTS“.

Er hatte bereits das Vergnügen, mit folgenden Künstlern die Bühne zu

teilen: Benny Golson, Charles Tolliver, George Garzone, Seamus

Blake, Dusko Gojkovic, Chris Poter, Till Brönner, Gregory Porter,

Martin Fuss, Melisa Aldana, Antonio Farao, Kevin Hays, Hans Strasser,

Oliver Kent, Uli Langthaler, Erwin Schimdt, Wolgang Pointner,

Dominique Di Piazza, Chico Freeman, Jimmy Greene, Mike Moreno,

Didier Lockwood, John Ellis, Franco Ambrosetti, Danny Grissett,

Wolfgang Puschnig, André Heller, Michael Schottenberg, Andrea

Eckert, Maria Bill, u.v.m.
www.vladimirkostadinovic.net

 

TUNES der CD „ Turn it On“


Luny Tune:

Ein Stück des legendären Organisten Larry Young, das sich in dieser Besetzung ideal verwirklichen lässt. Ein solides Midtempo, das zum Mitswingen einlädt.

Senza Fine:

Das mediterrane Flair eines italienischen Schlagers in eine coole Jazzversion transformiert. Der Walzer ist jedem Österreicher ja praktisch angeboren, ihn so elegant zum swingen zu bringen aber eine Kunst.

Minor Truth:

Das Stück von Harold Ousley bietet Wolfgang Pointner die Möglichkeit, einem seiner Idole George Benson nachzueifern.

Peace:

Die Ballade gehört nicht nur zu den schönsten Stücken von Horace Silver, sondern reiht sich in die schönsten Jazz Balladen aller Zeiten ein. Die Organ Champs bereiten eine perfekte Basis für die Gitarre von Wolfgang Pointner.

Groovin on Dr. John:

Erwin Schmidt widmet dieses Stück dem legendären Mac John Rebennack, genannt Dr. John, dem Meister des Zydeco. Die Organ Champs zeigen uns, dass sie weit über den Hard Bop hinaus in bester Südstaatenmanier grooven können.

One for ST:

Wer genau hinhört, weiß wer gemeint ist, Martin Fuss widmet dieses Stück Stanley Turrentine und in seinem Spiel ist die melodiöse Einfallskraft gemischt mit dem Blues klar zu hören, ein Ohrwurm, der sich festsetzt.

Way up North:

Der Norden ist hier nicht Chicago, die „windy city“, sondern das österreichische Waldviertel, das Martin Fuss zu diesem Latin Stück inspiriert hat. Man tanzt Samba im Waldviertel, höchstwahrscheinlich in den „Waldviertler“ Schuhen von Heini Staudinger.

Why does it have to be so sad:

Gar nicht traurig kommt dieses Stück von Erwin Schmidt herüber, er stellt sich wohl eher die Frage, ob man denn wirklich alles so schwer nehmen muss. „Take it easy“ ist das Motto.

Sonic Boom:

Ein Stück von Lee Morgan, einer Leitfigur des Hard Bop. Der Titel sagt alles, die Band prescht los, wie nach einem Überschallknall und beweist ihre Virtuosität.

Rumpelstilzchen:

Von Wolfgang Pointner für seine Großmutter komponiert, die seine Fantasie schon in Kindestagen anzuregen verstand. Bilder im Kopf entstehen, man sieht das Rumpelstilzchen ums Lagerfeuer tanzen. Schellmisch.

Balkan Flood:

Es gibt wenig Bands, in denen der Mann am Schlagzeug sich am Bandbuch beteiligt. Vladimir Kostadinovic war von der Überflutung in seiner Heimat Serbien beindruckt und inspiriert und setzt seine Bilder in diesem modalem Stück um.

Are you Serious:

Diese Frage stellt Martin Fuss und man könnte es vielleicht übersetzen mit der Frage, ob die  Band es ernst meint und sich auch an funkigen Grooves nicht nur versucht, sondern die ganze Sache wirklich zum Kochen bringt! Man hört die stilistische Bandbreite  zu der die „Organ Champs“ fähig sind.

 

 

Linernotes – Clemens Panagl

The Organ Champs: Turn it on

Ein Champion ist mehr als bloß ein Meister seiner Klasse. Mit dem Wort lässt sich, so steht’s im  Lexikon, auch ein großer Verfechter einer Sache beschreiben. Wenn vier solche Champions gemeinsam für ein Ideal brennen, geht es daher nicht um sportlichen Ehrgeiz. Es geht vielmehr um leidenschaftlich glühende Musik. Meister ihrer Instrumentenklassen sind Erwin Schmidt,  Martin Fuss, Wolfgang Pointner und Vladimir Kostadinov ohnehin. Die Musiker eint aber mehr als ihre Jazz-Könnerschaft. Was „The Organ Champs“ als Vierermannschaft unschlagbar macht, ist eine gemeinsame Erdung im Blues. Und die gewisse Prise Funk, die in den ausgereiften Songs und Soli immer  mits(ch)wingt. Kein Wunder, dass das Quartett schon bei seiner Premiere keine großen Absprachen brauchte, sondern einfach einzählte. Und aufdrehte.

 „Turn it on“ heißt nun auch das Album, das mit einem energischen Trommelwirbel beginnt. Eine lange Aufwärmphase braucht es nicht. Vom ersten Ton an überträgt sich die Intensität  der zwölf live im Studio eingespielten Eigenkompositionen und Standards. Im Mittelpunkt steht, erdig und vibrierend, die Hammond-Orgel. Ihr Sound hat dem Jazz in seiner Geschichte immer wieder eine unwiderstehlich kribbelnde Wärme verliehen. Auch die „Organ Champs“ legen - mit Klassikern von Horace Silver, Lee Morgan oder Larry Young – gern Fährten in Richtung Souljazz und Hardbop. In ihren eigenen Songs aber holen sie unterschiedlichste Einflüsse gekonnt in die Gegenwart: „One for ST“ hat Martin Fuss Saxofonist  Stanley Turrentine gewidmet. In „Groovin‘ on Doctor John“ von Erwin Schmidt beschwören die Musiker die Magie des R&B-Hohepriesters, während das quirlige „Rumpelstilzchen“ eine Ode an die Großmutter von Gitarrist Wolfgang Pointner ist und „Balkan Flood“ einen Haken in die serbische Heimat von Drummer Vladimir Kostadinov schlägt. Kein Zufall ist es, dass das Album mit der Frage „Are You Serious?“ (Martin Fuss) ausklingt. Denn um verbissenen Ernst geht es nicht. Echte Champs gewinnen lieber mit lässiger, spielerischer Leidenschaft.    Clemens Panagl (Salzburger Nachrichten)

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